26 March 2026, 16:03

Freiburgs revolutionärer Aktionsplan gegen geschlechtsspezifische Gewalt startet bundesweit einzigartig

Karte von Australien mit rot schattierten Regionen, die verschiedene Prozentanteile von Minderjährigen je Bundesstaat anzeigen, begleitet von einem Text, der unten besagt, dass Minderjährige wegen einvernehmlichen Geschlechtsverkehrs in das Sexualstraftäterregister aufgenommen werden können.

Freiburgs revolutionärer Aktionsplan gegen geschlechtsspezifische Gewalt startet bundesweit einzigartig

Freiburg legt umfassenden Aktionsplan gegen geschlechtsspezifische Gewalt vor – bundesweit einmalig

Freiburg hat als erste Stadt Deutschlands einen vollständigen Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt umgesetzt. Das im frühen Jahr 2025 beschlossene Konzept umfasst neue Präventionsprogramme, erweiterte Unterstützungsangebote sowie eine stadtweite Aufklärungskampagne, die im Sommer an den Start geht.

Der Stadtrat gab den Plan im Februar 2025 frei und setzt dabei auf acht zentrale Maßnahmen. Finanziert wird das Vorhaben aus dem Doppelhaushalt Freiburgs, zusätzlich gefördert durch die Mekriba-Stiftung. Ein eigens eingerichtetes Koordinierungsbüro unterstützt seitdem lokale Initiativen bei der Vernetzung und Gewaltprävention.

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Zu den Neuerungen zählen das Präventionsprogramm Pugs in Kitas sowie ein Kompetenzzentrum, das Fachkräfte schult. Auch das Projekt StoP – Nachbarschaften ohne Partnergewalt wurde im Stadtteil Weingarten ausgebaut: Ehrenamtliche klären dort auf und vermitteln Betroffene an Hilfsangebote.

Seit Anfang 2026 gibt es zudem spezielle Beratungsstellen für Stalking- und Sexualgewaltopfer. Besonders im Fokus stehen nun Jungen und junge Männer, um Gewalt bereits im Vorfeld zu verhindern. Ein Bildungstag am 21. Juli 2026 soll das Thema weiter in den öffentlichen Blick rücken.

Kritiker weisen darauf hin, dass Freiburg bisher die einzige Stadt mit einem derart detaillierten Plan bleibt. Bundesweit hapert es bei der Umsetzung der Istanbul-Konvention weiterhin an einheitlicher Finanzierung und Koordination.

Die Maßnahmen werden aus städtischen Mitteln und Stiftungsgeldern getragen. Schulungen, Aufklärungskampagnen und direkte Hilfsangebote sollen die Gewalt in Freiburg nachhaltig reduzieren. Gelingt das Vorhaben, könnte es als Vorbild für andere deutsche Städte mit ähnlichen Herausforderungen dienen.

Quelle