Frederik Rønnows Wechselbad zwischen Nationalmannschaft und Union Berlins Krise
Marie GüntherFrederik Rønnows Wechselbad zwischen Nationalmannschaft und Union Berlins Krise
1. FC Union Berlins Torhüter Frederik Rønnow durchlebt seit Monaten turbulente Zeiten – sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft. Nach seinem Rücktritt aus der dänischen Auswahl Ende 2023 kehrte er überraschend zurück, um eine Verletzungskrise zu überbrücken. Gleichzeitig hat sein Klub, einst komfortabel in der Tabelle platziert, mit Formschwächen zu kämpfen und sieht seinen Vorsprung schmelzen.
Rønnow hatte seine internationale Karriere Ende 2023 zunächst beendet. Doch als Dänemark einen Torwartmangel beklagte, revidierte er seine Entscheidung. Bei den WM-Qualifikationsspielen gegen Nordmazedonien und Tschechien saß er als Ersatz für den Debütanten Mads Hermansen auf der Bank. Trotz dänischer Überlegenheit im Playoff-Finale unterlag die Mannschaft im Elfmeterschießen gegen die Tschechen.
Der 32-Jährige führte inzwischen Gespräche mit Nationaltrainer Brian Riemer und bleibt für die anstehenden Qualifikationsspiele zur WM 2025/26 im Kader. Zwar hat er sich nicht langfristig verpflichtet, einen endgültigen Abschied von der Nationalelf schließt er jedoch ebenfalls nicht aus.
Beim 1. FC Union Berlin verlängerte Rønnow im vergangenen Sommer seinen Vertrag und signalisierte damit seinen Willen, dem Klub treu zu bleiben. Seit seinem Wechsel 2021 ist er eine Schlüsselfigur zwischen den Pfosten. Zwar hat sich der Abstand zur Abstiegszone von einst zweistelligen Punkten auf sieben verringert, doch die Berliner verfügen noch über einen Puffer. Mit nur zwei Siegen in den letzten zwölf Spielen steckt die Mannschaft jedoch in einer deutlichen Krise.
Trotz des schmerzhaften WM-Aus mit Dänemark betont Rønnow, dass dies seine Leistungen im Verein nicht beeinträchtigen werde. Zudem deutete er an, seine Karriere in Berlin ausklingen zu lassen – sowohl der Klub als auch sein Privatleben mit der Familie machen ihn glücklich.
Seine Zukunft in der Nationalmannschaft bleibt ungewiss, doch für die nächsten Qualifikationsspiele steht er Dänemark weiterhin zur Verfügung. Bei Union Berlin sprechen sein verlängertes Engagement und seine persönliche Zufriedenheit für eine langfristige Perspektive. Der Verein muss jedoch dringend die aktuelle Talfahrt stoppen, um nicht weiter in der Tabelle abzurutschen.






