Frauentag 2026 im Landkreis Aschaffenburg: Vier Wochen für Gleichberechtigung und Erinnerung
Marie GüntherFrauentag 2026 im Landkreis Aschaffenburg: Vier Wochen für Gleichberechtigung und Erinnerung
Landkreis Aschaffenburg feiert Internationalen Frauentag 2026 mit monatelanger Kampagne
Mit einer vierwöchigen Aktionsreihe beging der Landkreis Aschaffenburg den Internationalen Frauentag 2026 – ein Programm, das sowohl Errungenschaften würdigte als auch auf anhaltende Herausforderungen aufmerksam machte. Organisiert vom Amt für Chancengleichheit, umfasste die Veranstaltung Diskussionsrunden, kulturelle Angebote und neue Installationen, die für Geschlechtergerechtigkeit und Gewaltprävention sensibilisieren sollten.
Unter dem Motto "Rund um den Internationalen Frauentag" bot die Kampagne ein vielfältiges Programm: Eine Vernissage, ein Benefizkonzert und eine Filmgesprächsrunde fanden ebensowenig statt wie ein feministisch-literarischer Abend, der in Kooperation mit benachbarten Landkreisen und einer Stadt 55 Teilnehmer:innen anzog. Über soziale Medien wurde das Programm beworben, mit Schwerpunktthemen wie Sexismus, dem Equal Pay Day und dem Equal Care Day.
Ein besonderer Höhepunkt war am 20. März das 40-jährige Jubiläum der Aschaffenburger FrauenLesbenHörigkeit – eine Gruppe, die auf ihre Erfolge im Einsatz für Selbstbestimmung, gegen Gewalt und für echte Gleichberechtigung zurückblickte. Gleichzeitig bekräftigten die Anwesenden ihr Engagement für eine gerechtere Zukunft.
Im Rahmen der Initiative erhielt auch der Ringheimer Bürgerpark in Großostheim eine der markanten roten Bänke – bereits die zehnte im Landkreis. Die Sitzgelegenheiten dienen als sichtbare Mahnmale gegen häusliche und sexualisierte Gewalt an Frauen und rufen die Gemeinschaft zum Handeln auf.
Der Internationale Frauentag selbst geht auf einen Vorschlag Clara Zetkins aus dem Jahr 1910 zurück. Über 116 Jahre hat sich der Tag zu einer globalen Plattform entwickelt, die Fortschritte bei den Frauenrechten feiert, aber auch anhaltende Ungleichheiten benennt.
Die Kampagne 2026 verband kulturelle, bildungspolitische und symbolische Maßnahmen, um die Geschlechtergerechtigkeit in den Fokus zu rücken. Mit neuen Bänken als Mahnmal und öffentlichen Diskussionsformaten unterstrich der Landkreis sein Bekenntnis gegen Gewalt und für mehr Fairness. Das 40-jährige Bestehen der FrauenLesbenHörigkeit machte zudem die langjährige Verbundenheit mit diesen Zielen deutlich.






