FDP wählt neue Führung – doch innerparteiliche Gräben bleiben bestehen
Die Freie Demokratische Partei (FDP) hat am Sonntag ihren Bundesparteitag in Berlin beendet. Die Delegierten wählten eine neue Führung und verabschiedeten zentrale programmatische Anträge. Gleichzeitig wurden die anhaltenden innerparteilichen Spannungen deutlich.
Den Auftakt bildete die Wahl von Wolfgang Kubicki zum neuen Parteivorsitzenden. Mit 59 Prozent der Stimmen setzte er sich gegen seine Mitbewerberin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durch. Das knappe Ergebnis spiegelte die tiefen internen Meinungsverschiedenheiten wider.
Zum Generalsekretär wurde Martin Hagen gewählt, der ebenfalls 59 Prozent der Stimmen erhielt. In seiner Abschlussrede bezeichnete er den Parteitag als „Wendepunkt“ und verwies auf wegweisende Beschlüsse sowie wichtige Personalentscheidungen.
Die Delegierten unterstützten den zentralen programmatischen Antrag der Partei mit dem Titel „Deutschland neu starten: Ein mutiger Aufbruch für eine erfolgreiche Nation“. Andere vorgeschlagene Änderungen wurden jedoch nicht diskutiert, sondern an Fachgremien zur weiteren Prüfung überwiesen.
Hagen kündigte anschließend an, die FDP werde sich in den kommenden Monaten auf die anstehenden Landtagswahlkämpfe konzentrieren – insbesondere in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Zudem äußerte er die Zuversicht, dass die Partei wieder an Zustimmung gewinnen und die Fünf-Prozent-Hürde bei bundesweiten Umfragen überwinden könne.
Der Parteitag endete mit einer neuen Führung und einer klaren inhaltlichen Ausrichtung. Doch die knappen Wahlergebnisse zeigten, dass die innerparteilichen Gräben bestehen bleiben. Nun richtet die FDP ihren Blick auf die Regionalwahlen und den Wiederaufbau ihrer öffentlichen Unterstützung.






