FC St. Pauli schafft Fußball-Historie mit erstem Tarifvertrag der Bundesliga
Johanna JägerFC St. Pauli schafft Fußball-Historie mit erstem Tarifvertrag der Bundesliga
FC St. Pauli ist der erste Verein der Bundesliga mit eigenem Tarifvertrag
Der FC St. Pauli hat als erster Verein in der deutschen Bundesliga einen hauseigenen Tarifvertrag eingeführt. Die am 6. Mai 2026 unterzeichnete Vereinbarung setzt neue Maßstäbe für Gehälter und Arbeitsbedingungen in der gesamten Organisation. Damit vollzieht der Klub einen bedeutenden Wandel in der Vertragsgestaltung für Mitarbeiter:innen im Profifußball.
Den Anstoß gab 2021 ein Antrag der Vereinsmitglieder. Die Verhandlungen zogen sich über mehrere Jahre hin, bevor nun eine Einigung erzielt wurde. Der Tarifvertrag gilt für alle Beschäftigten – einschließlich derer, die in den Bereichen Marketing und Merchandising des Vereins arbeiten.
Erstmals wurden einheitliche Entgeltgruppen und Gehaltsstufen eingeführt. Die Änderungen treten rückwirkend zum 1. Juli 2025 in Kraft. Zudem umfasst die Vereinbarung verbesserte Arbeitsbedingungen und soziale Leistungen für die Belegschaft.
Mitarbeiter:innen, die der Gewerkschaft Verdi angehören, fallen automatisch unter den neuen Tarifvertrag. Nicht-Mitglieder können sich freiwillig anschließen. Die Regelung gilt bis zum 30. Juni 2028.
Der Tarifvertrag setzt ein Zeichen für andere Bundesliga-Vereine. Er schafft transparente Gehaltsstrukturen und bessere Sozialleistungen für die Beschäftigten des FC St. Pauli – und sorgt so für einheitlichere und planbarere Arbeitsbedingungen im Klub.






