19 June 2026, 16:02

EU stärkt Wettbewerbsfähigkeit und Handelsschutz gegen unfaire Konkurrenz aus China

Merz zieht gemischtes Fazit nach EU-Rat - Schuldenstreit ungelöst

EU stärkt Wettbewerbsfähigkeit und Handelsschutz gegen unfaire Konkurrenz aus China

EU-Spitzen haben Maßnahmen ergriffen, um den Block vor unfairem Wirtschaftswettbewerb durch andere Regionen – insbesondere China – zu schützen. Bei jüngsten Beratungen setzten sie zudem neue Prioritäten in den Bereichen Wettbewerbsfähigkeit und Handelsschutz. Zentrale Beschlüsse betrafen die Finanzierung, Handelsfragen sowie künftige Verhandlungen mit Russland.

Die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der EU bleibt das oberste Ziel der Mitgliedstaaten. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist der Abbau bürokratischer Hürden. Darüber hinaus einigten sich die Staats- und Regierungschefs darauf, den Binnenmarkt vor wettbewerbsverzerrenden Praktiken zu schützen – mit besonderem Fokus auf China.

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Die Europäische Kommission erhielt den Auftrag, in Handelsgesprächen die Interessen der EU künftig entschlossener zu vertreten. Zudem soll sie die Instrumente des Handelsschutzes ausbauen, um unfaire Konkurrenz abzuwehren. Zusätzlich muss die Kommission vor jedem Treffen des Europäischen Rates Berichte über den Stand der Reformumsetzung vorlegen.

Bei der Finanzplanung wird die irische Ratspräsidentschaft voraussichtlich einen schlanke, nachhaltige Version des mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) vorlegen, der für alle Mitgliedstaaten akzeptabel ist. Bundeskanzler Friedrich Merz lehnte den aktuellen MFR-Entwurf der Kommission als „unfinanzierbar und unausgewogen“ ab. Deutschland und andere Nettozahler lehnen gemeinsame EU-Schulden weiterhin ab.

In der Russland-Frage wird die EU erst dann einen Verhandlungsvertreter benennen, wenn Moskau Gesprächsbereitschaft signalisiert. Vorläufige Rahmenbedingungen für mögliche Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland wurden ausgearbeitet und stoßen bei den europäischen Partnern auf breite Unterstützung. Kanzler Merz wies darauf hin, dass sich die Lage in der Ukraine zuletzt zugunsten Kiews entwickelt habe.

Die EU hat klare Maßnahmen definiert, um die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und ihre Märkte zu schützen. Die Reformen im Handelsschutz und bei der Finanzierung werden unter strenger Aufsicht vorangetrieben. Entscheidungen über Gespräche mit Russland bleiben ausstehend und hängen von Moskaus nächsten Schritten ab. Die Haltung der Union zum Ukraine-Konflikt spiegelt vorsichtigen Optimismus angesichts der dynamischen Entwicklung wider.

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