EU-Pläne treiben Mietwagenpreise in Europa nach oben – warum jetzt?
Johanna JägerEU-Pläne treiben Mietwagenpreise in Europa nach oben – warum jetzt?
Mietwagenpreise in Europa könnten bald steigen – wegen neuer EU-Vorgaben für Firmenflotten
Die Preise für Mietwagen in Europa könnten in Kürze anziehen, und zwar aufgrund neuer EU-Regeln für Unternehmensfahrzeugflotten. Die geplanten Vorschriften, Teil des Automobil-Pakets der Europäischen Kommission, würden Unternehmen zwingen, innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf Fahrzeuge mit niedrigen oder gar keinen Emissionen umzusteigen. Konstantin Sixt, Vorstandschef des Autovermieters Sixt, warnt, dass die Änderungen die Kosten für Kunden in die Höhe treiben und für Unternehmen erhebliche Herausforderungen mit sich bringen werden.
Der Entwurf der EU sieht strenge Vorgaben für gewerbliche Flotten vor. So müsste Deutschland bis 2030 bis zu 83 Prozent seiner Firmenwagen auf Fahrzeuge mit niedrigen oder null Emissionen umstellen. Dieser Anteil würde bis 2035 sogar auf 95 Prozent steigen.
Sixt kritisiert die Pläne als ein "Hintertürchen-Verbot für Verbrennungsmotoren". Er argumentiert, dass der rasche Wandel zu höheren Mietpreisen und logistischen Problemen für Unternehmen führen werde, die die Vorgaben erfüllen müssen. Zwar werden die Regelungen noch verhandelt, doch bereiten sich Unternehmen bereits auf mögliche Kostensteigerungen vor.
Das Ziel der Europäischen Kommission ist klar: Die Emissionen im gewerblichen Verkehr sollen drastisch reduziert werden. Werden die Vorschriften verabschiedet, gelten sie in allen Mitgliedstaaten und zwingen Flottenbetreiber, herkömmliche Benzin- und Dieselwagen deutlich schneller als bisher geplant durch Elektro- oder Hybridfahrzeuge zu ersetzen.
Die geplanten Quoten würden die Zusammensetzung von Firmenflotten innerhalb des nächsten Jahrzehnts grundlegend verändern. Unternehmen wie Sixt könnten gezwungen sein, die Preise anzuheben, um die Kosten für den Umstieg auf umweltfreundlichere Fahrzeuge zu decken. Die endgültige Entscheidung über die Regelungen hängt von den laufenden EU-Verhandlungen ab.






