DOSB entscheidet am 26. September über Deutschlands Olympia-Bewerbung 2036
Noah KrügerDOSB entscheidet am 26. September über Deutschlands Olympia-Bewerbung 2036
Deutschlands Olympia-Bewerbung wird am 26. September vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) entschieden. Die Landtagswahl in Berlin am 20. September dürfte dabei eine zentrale Rolle spielen. Selbst bei einer Nominierung Berlins könnte es 2027 noch zu einer Volksabstimmung kommen – angesichts wachsender Opposition gegen die Spiele.
Der DOSB wird zwischen Berlin, Hamburg und Nordrhein-Westfalen als deutschem Bewerber für die Olympischen Spiele wählen. Das Berliner Abgeordnetenhaus hatte die Bewerbung am 21. Mai mit den Stimmen von CDU, SPD, AfD und einem Mitglied der Linken gebilligt. Doch die Initiative „NoOlympia“, unterstützt von der Linken und den Grünen, sammelt bereits Unterschriften, um ein Referendum gegen die Ausrichtung der Spiele zu erzwingen.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner und Sportmanager Kaweh Niroomand wiegeln Bedenken wegen des möglichen Volksentscheids ab. Sie argumentieren, dass rechtliche Fristen eine Abstimmung frühestens in einem Jahr zulassen würden. München und Nordrhein-Westfalen verzeichnen unterdessen starke öffentliche Unterstützung – rund zwei Drittel der Befragten stehen dort hinter den Plänen.
In Hamburg wiederum ist für ein Referendum eine Zweidrittelmehrheit im Landtag nötig, eine Hürde, die weder Hamburg noch Berlin derzeit nehmen könnten. Die Hansestadt hatte eine Olympia-Bewerbung bereits abgelehnt: 2015 stimmten 51,6 Prozent der Wähler gegen die Spiele 2024.
Die DOSB-Entscheidung am 26. September wird zeigen, wer Deutschland ins Rennen schickt. Falls Berlin den Zuschlag erhält, könnte ein Referendum 2027 die Bewerbung noch stoppen. Die Wahlergebnisse vom 20. September werden den Ausschlag geben.






