Dopingfall bei Paralympics 2024: Brasilianer verliert Medaille – Deutscher profitiert
Noah KrügerDopingfall bei Paralympics 2024: Brasilianer verliert Medaille – Deutscher profitiert
Der brasilianische Triathlet Ronan Nunes Cordeiro ist von den Paralympics 2024 in Paris nach einem Dopingverstoß disqualifiziert worden. Sein positiver Test auf die verbotene Substanz 19-Norandrosteron führte im Oktober 2024 zu einer vorläufigen Sperre. Die Entscheidung hat nun die Medaillenränge im Sprintwettbewerb verändert.
Cordeiro war ursprünglich am 2. September 2024 im Sprint der Paralympics in Paris angetreten. Seine Leistung wurde später annulliert, nachdem er positiv auf 19-Norandrosteron getestet worden war, ein verbotenes anaboles Steroid. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) setzte ihn im Folgemonat vorläufig außer Wettbewerb.
Ein Einspruch gegen die Vorwürfe wurde eingelegt, jedoch am 28. Januar 2026 endgültig abgewiesen. Infolgedessen wird die World Triathlon nun über weitere Sanktionen entscheiden. Die Disqualifikation wirkte sich direkt auf die Medaillenplatzierungen aus und bescherte anderen Athleten einen Aufstieg in der Rangliste.
Der deutsche Triathlet Martin Schulz vom SC DHfK Leipzig profitierte unmittelbar von der Entscheidung. Der 36-Jährige hatte im Sprint zunächst Bronze gewonnen, wurde nach Cordeiros Disqualifikation jedoch auf Silber hochgestuft. Schulz, zweifacher Paralympics-Sieger aus Sachsen, kann nun eine weitere Medaille von den Spielen in Paris sein Eigen nennen.
Aufgrund des Dopingverstoßes wurden Cordeiros Ergebnisse gestrichen, zudem droht ihm ein Wettkampfverbot für künftige Wettbewerbe. Schulz' Silbermedaille gilt nun als offizielles Ergebnis im Männer-Sprint. Die nächsten Schritte der World Triathlon werden zeigen, welche langfristigen Konsequenzen den brasilianischen Athleten erwarten.






