05 June 2026, 10:54

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt?

EU-Gehaltstransparenzrichtlinie: 'Das Bauchgefühl bei Gehältern wird in Zukunft juristisch riskant'

Deutschland verpasst EU-Frist für Lohntransparenz – was jetzt?

Deutschland hat die Frist zur Umsetzung der EU-Lohntransparenzrichtlinie verpasst. Die neuen Vorschriften sollten Gehaltsunterschiede zwischen Beschäftigten aufdecken. Zwar hatten die Behörden die Änderungen vorbereitet, doch gerieten sie in Verzug.

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hatte mit den Vorbereitungen für die Übernahme der Richtlinie begonnen. Trotz dieser Bemühungen konnte die notwendige Gesetzgebung nicht rechtzeitig abgeschlossen werden. Die Verzögerung bedeutet, dass Deutschland seine Rechtsvorschriften noch nicht an die EU-Anforderungen angepasst hat.

Die Richtlinie verlangt von Unternehmen, Gehaltsinformationen offener zu kommunizieren. Ziel ist es, Lohnungleichheiten – insbesondere zwischen Männern und Frauen – sichtbar zu machen und zu bekämpfen. Franziska Martin, Redakteurin mit Schwerpunkt Arbeitswelt, berichtet regelmäßig über ähnliche Themen, darunter die Auswirkungen von KI auf den Arbeitsmarkt. In ihren Artikeln untersucht sie oft, wie neue Regelungen die Arbeitsbedingungen prägen.

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Durch die verpasste Frist bleibt Deutschland hinter dem EU-Vorhaben für mehr Lohngerechtigkeit zurück. Unternehmen und Beschäftigte stehen nun vor der Frage, wann die neuen Regeln tatsächlich in Kraft treten. Das Ministerium hat bisher keinen überarbeiteten Zeitplan für die Umsetzung bekannt gegeben.

Quelle