Deutsche Bahn verschärft Sicherheitsvorkehrungen gegen Gewalt in Regionalzügen
Noah KrügerDeutsche Bahn verschärft Sicherheitsvorkehrungen gegen Gewalt in Regionalzügen
Deutsche Bahn führt neue Sicherheitsmaßnahmen ein
Nach einem Anstieg gewalttätiger Vorfälle in Regionalzügen setzt die Deutsche Bahn (DB) auf strengere Sicherheitsvorschriften und moderne Technologie, um Mitarbeiter und Fahrgäste besser zu schützen. Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender von DB Regio, betonte: „Angst hat in unseren Zügen keinen Platz“ und unterstrich die Bedeutung von Sicherheit und Respekt.
Die jüngsten Maßnahmen folgen einem uneinheitlichen Trend bei Übergriffen: Zwar gingen körperliche Angriffe in Regionalzügen bundesweit 2025 um sieben Prozent zurück, in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Teilen Baden-Württembergs stiegen sie jedoch um 15 Prozent. Als Reaktion testet DB Regio nun verschiedene Ansätze.
Ab Juli werden Servicekräfte stichfeste Schutzwesten erproben. Körperkameras, die bereits im Einsatz sind, zeigen eine deutliche abschreckende Wirkung. Bis August absolvieren alle betroffenen Mitarbeiter eine Schulung, die neben Deeskalationstechniken auch Durchsetzungsstrategien für Konfliktsituationen umfasst.
Zudem prüft das Unternehmen den Einsatz von KI, um Echtzeit-Kameraaufnahmen automatisch auf Konflikte zu analysieren. Ein Pilotprojekt in Bremen bestätigte die technische und datenschutzrechtliche Machbarkeit des Systems. Ergänzend testet DB Regio „1-zu-1-Begleitungen“ und Doppelbesetzungen im Kundenservice, um die Sicherheit zu erhöhen.
Die neuen Sicherheitskonzepte kombinieren Schutzausrüstung, Schulungen und KI-gestützte Überwachung. DB Regio erwartet, dass diese Schritte die Gewalt reduzieren und die Sicherheit für Beschäftigte und Reisende verbessern. Die Maßnahmen werden in den kommenden Monaten genau evaluiert.






