Deutsche Bahn bleibt 2026 unter der 60-Prozent-Pünktlichkeitsmarke
Die Fernzüge der Deutschen Bahn kämpfen weiterhin mit Pünktlichkeitsproblemen: 2026 erreichten nur etwa 60 Prozent ihr Ziel ohne größere Verspätungen. Damit setzt sich der Trend des Vorjahres fort, denn das Unternehmen hat nach wie vor mit maroder Infrastruktur und überlasteten Netzen zu kämpfen. Trotz Bemühungen um eine Stabilisierung des Betriebs sind kurzfristige Verbesserungen nicht in Sicht.
2025 waren rund 60 Prozent der Fernzüge pünktlich unterwegs – ein Wert, der sich 2026 bestätigt: Im Februar lag die Pünktlichkeitsquote bei 59,4 Prozent. Konzernchefin Evelyn Palla räumte ein, dass sich die Situation wegen der anhaltenden Infrastrukturprobleme vorerst nicht spürbar bessern werde.
Das Bundesverkehrsministerium reagierte mit einer "Agenda für zufriedene Kunden" und startete drei Sofortprogramme. Diese zielen auf mehr Sauberkeit und Sicherheit an Bahnhöfen, besseren Komfort in Fernzügen sowie klarere Fahrgastinformationen bei Verspätungen und Gleisänderungen ab.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder setzte ein neues Pünktlichkeitsziel von 70 Prozent bis 2029. Die frühere Bahn-Führung hatte noch 75 bis 80 Prozent bis 2027 angestrebt – ein Vorhaben, das Schnieder als unrealistisch zurückwies. Zudem warnte er, der Zustand der Deutschen Bahn berge größere Risiken und könne sogar eine "Gefahr für die Demokratie" darstellen.
Für 2026 wird erwartet, dass die Pünktlichkeitsquote auf dem Niveau von 2025 verbleibt oder sogar weiter sinkt. Da schnelle Lösungen fehlen, setzen Bahn und Ministerium auf schrittweise Fortschritte. Die Sofortmaßnahmen sollen die drängendsten Fahrgastprobleme angehen, während man parallel das Ziel für 2029 verfolgt.






