Bürgerbeteiligung auf Rekordkurs: 12.399 Petitionen erreichen den Bundestag 2025
Johanna JägerBürgerbeteiligung auf Rekordkurs: 12.399 Petitionen erreichen den Bundestag 2025
Bundestag verzeichnet 2025 starken Anstieg öffentlicher Petitionen
Im Jahr 2025 erreichte die Zahl der öffentlichen Petitionen an den Deutschen Bundestag mit 12.399 einen neuen Höchststand – ein deutlicher Anstieg gegenüber 9.260 im Vorjahr. Dieser Zuwachs spiegelt einen wachsenden Trend zu bürgerlicher Teilhabe über digitale Plattformen wider.
Hülya Düber, kommissarische Vorsitzende des Petitionsausschusses, führte den Anstieg auf eine gestiegene öffentliche Aufmerksamkeit zurück. Durch gezielte Informationskampagnen nutzten mehr Menschen das Online-Portal, das mittlerweile 5,5 Millionen registrierte Nutzer zählt. Allein über dieses System gingen rund 5.800 Eingaben ein.
Die meisten Petitionen betrafen Themen wie Innenpolitik, Arbeitsmarkt, Soziales und Justiz. Insgesamt bearbeitete der Ausschuss 10.298 Anliegen, darunter auch noch offene Fälle aus dem Jahr 2024. Im Schnitt gingen täglich etwa 50 Petitionen beim Bundestag ein.
Acht Eingaben sammelten jeweils über 30.000 Unterschriften und qualifizierten sich damit für öffentliche Debatten mit der Bundesregierung. Diese Petitionen kamen zusammen auf 512.000 Unterstützer – ein Plus von 34 Prozent im Vergleich zu 2024. Corinna Rüffer von den Grünen verwies auf zwei Anhörungen am Montag, die von mehr als 300.000 Petenten mitgetragen wurden. Düber betonte zudem einen Wandel im bürgerlichen Engagement: Immer häufiger würden Interessenverbände und digitale Plattformen zu zentralen Kanälen für öffentliche Beteiligung.
Der Bundestag verzeichnete 2025 eine Rekordzahl an Petitionen. Die gestiegene Anzahl an Eingaben und Unterschriften zeigt eine aktivere Rolle der Bürgerinnen und Bürger bei der politischen Gestaltung. Digitale Werkzeuge und die Arbeit des Ausschusses haben den Prozess für die Bevölkerung zugänglicher gemacht.






