18 March 2026, 08:04

Bundesregierung verlängert Rabatte und Preisstopp für verschreibungspflichtige Medikamente bis 2026

Blauer Hintergrund mit weißer Schrift und Logo, auf dem steht: "19 Millionen Amerikaner sparen geschätzt 400 Dollar pro Jahr an Arzneikosten."

Bundesregierung verlängert Rabatte und Preisstopp für verschreibungspflichtige Medikamente bis 2026

Die deutsche Bundesregierung hat bekannt gegeben, dass zentrale Kostendämpfungsmaßnahmen für verschreibungspflichtige Medikamente auch im kommenden Jahr fortgeführt werden. Dazu gehören ein Preisstopp sowie verpflichtende Rabatte für Arzneimittel, die von den Krankenkassen erstattet werden. Mit der Entscheidung soll sichergestellt werden, dass die Beitragssätze im Jahr 2026 stabil bleiben, während Patienten weiterhin Zugang zu lebenswichtigen Behandlungen haben.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) bestätigte die Verlängerung nach einer Prüfung der finanziellen Belastungen im Gesundheitssystem. Eine Ausnahme bildet die Gruppe der Immunglobuline, bei denen der Preisstopp gelockert wurde, um Versorgungsengpässe zu vermeiden.

Die Maßnahmen gelten bereits seit mehreren Jahren; am 1. Juli 2018 wurde zudem ein Inflationsausgleichsmechanismus eingeführt. Dieser gewährt Pharmaunternehmen eine gewisse finanzielle Entlastung – 170 Millionen Euro im Jahr 2025 und voraussichtlich 79 Millionen Euro im Jahr 2026. Dennoch bleiben die Gesamteinsparungen für die gesetzliche Krankenversicherung beträchtlich: Allein 2024 belaufen sie sich auf 2,19 Milliarden Euro.

Unternehmen, die unter übermäßiger finanzieller Belastung leiden, können Befreiungen von den verpflichtenden Rabatten beantragen. Zudem sind Preisverhandlungen für neue Medikamente nach §130a Absatz 3a des Sozialgesetzbuchs (SGB V) oder für Arzneimittel ohne therapeutische Alternativen möglich. Ohne diese Regulierungen warnen Experten vor einem weiteren Anstieg der Zusatzbeiträge, die bis 2026 auf etwa 2,9 Prozent klettern könnten.

Im Jahr 2023 lag der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz bei etwa 2,94 Prozent. Die leichte prognostizierte Senkung auf 2,9 Prozent im Jahr 2026 spiegelt die Bemühungen der Regierung wider, Bezahlbarkeit und eine nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems in Einklang zu bringen.

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Die Fortführung dieser Politik garantiert, dass die Krankenkassen in den kommenden Jahren finanziell stabil bleiben. Patienten profitieren weiterhin von geringeren Medikamentenkosten, während Hersteller durch den Inflationsausgleich teilweise entlastet werden. Die Lockerung des Preisstopps bei Immunglobulinen trägt dazu bei, Lieferengpässe zu vermeiden und den Zugang zu lebenswichtigen Therapien zu sichern.

Quelle