Bundespolizei droht Ausfall von Körperkameras – Hersteller stellt Unterstützung ein
Tobias LangBundespolizei droht Ausfall von Körperkameras – Hersteller stellt Unterstützung ein
Deutschlands Bundespolizei droht der Ausfall funktionstauglicher Körperkameras
Der aktuelle Hersteller plant, die Unterstützung einzustellen – bis 2023 könnte so ein kritischer Mangel entstehen. Nun suchen die Behörden fieberhaft nach einer Lösung, bevor sich die Lage weiter zuspitzt.
Eine Ausschreibung über 2.500 neue Körperkameras mit einer Option auf weitere 1.500 Geräte war gestartet worden, gestützt durch ein Budget von fünf Millionen Euro. Doch das Verfahren scheiterte, nachdem zusätzliche Anforderungen wie austauschbare Akkus das Vorhaben für Lieferanten unattraktiv machten.
Die Kameras sind unverzichtbar, um Beweismaterial bei aggressiven oder strafrechtlich relevanten Vorfällen zu dokumentieren. Zudem tragen sie zur Deeskalation bei, insbesondere in stark frequentierten Bereichen wie Bahnhöfen. Einige Modelle lassen sich sogar nahtlos mit den Tasern der Polizei koppeln.
Da der ursprüngliche Hersteller die Unterstützung einstellt, droht Beamten der Verlust funktionsfähiger Geräte. Das Bundesinnenministerium steht unter Druck, schnell zu handeln. Ohne neuen Zulieferer könnte die Polizei bereits im kommenden Jahr mit einer gravierenden Ausrüstungslücke konfrontiert sein. Eine Verlängerung der bestehenden Unterstützung würde zwar Millionen kosten, könnte aber die einzige kurzfristige Lösung sein. Das Ministerium muss nun zügig handeln, um zu verhindern, dass aus dem Mangel eine Krise wird.
