Bremerhaven investiert 56 Millionen Euro in den Ausbau des Güterbahnhofs Speckenbüttel
Johanna JägerBremerhaven investiert 56 Millionen Euro in den Ausbau des Güterbahnhofs Speckenbüttel
Bahnhof Speckenbüttel in Bremerhaven wird umfassend modernisiert
Der Güterverkehrsknoten Speckenbüttel in Bremerhaven steht vor einem großen Ausbau: Sieben neue Gleisanschlüsse und ein modernes digitales Stellwerk sollen die Effizienz deutlich steigern. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich Anfang 2028 abgeschlossen – die Kosten belaufen sich auf rund 56 Millionen Euro.
Aktuell verfügt der Bahnhof über 16 Gleisanschlüsse, doch die Kapazitäten sind nahezu ausgeschöpft. Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, entstehen die neuen Gleise direkt neben den bestehenden – ohne dass der Betrieb unterbrochen werden muss. Durch diese sorgfältige Planung bleibt der Güterverkehr während der gesamten Bauphase reibungslos aufrechterhalten.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist zudem ein hochmodernes elektronisches Stellwerk. Damit soll die Abstimmung zwischen Schienen- und Hafenlogistik vereinfacht werden. Der Standort Speckenbüttel ist ein Schlüsselfaktor im Bremer Güterverkehrsnetz: Er bewältigt über die Hälfte des gesamten Container-Hinterlandverkehrs und steuert rund 80 Prozent der Roll-on/Roll-off-Frachten (RoRo) – darunter Autos, Landmaschinen und militärische Fahrzeuge.
Nach Fertigstellung wird der ausgebauten Bahnhof nicht nur die Kapazitäten erhöhen, sondern auch Verzögerungen reduzieren. Das digitale Stellwerk ersetzt veraltete Technik und macht die Abläufe schneller und zuverlässiger.
Die Investition von 56 Millionen Euro festigt die Position Speckenbüttels als unverzichtbarer Güterverkehrsknoten. Mit sieben zusätzlichen Gleisanschlüssen und dem neuen Stellwerk ist der Bahnhof optimal auf steigende Frachtmengen vorbereitet. Die Inbetriebnahme ist für Anfang 2028 geplant.






