Bremen baut riesigen Batteriespeicher auf altem Kohlekraftwerksgelände
In Bremen soll ein großes Batteriespeicherkraftwerk im Industriehafen entstehen. Das Vorhaben wird von swb Erzeugung und be.storaged geleitet und nutzt Teile des Geländes eines ehemaligen Kohlekraftwerks. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 geplant, wobei Investitionen im mittleren zweistelligen Millionenbereich fließen werden.
Die neue Anlage entsteht auf dem Areal, das einst von Kohleblöcken des swb-Kraftwerks genutzt wurde. Ein Teil der bestehenden Infrastruktur – darunter Stromnetzanschlüsse, Brandschutzsysteme und Löschwasser-Rückhaltebecken – bleibt erhalten. Die starke Netzanbindung des Standorts, ein Erbe des Kohlekraftwerks, ermöglicht eine effiziente Integration in das Stromnetz.
Der Speicher wird über eine installierte Leistung von rund 85 Megawatt (MW) und eine Kapazität von über 170 Megawattstunden (MWh) verfügen. Flexible Anschlussvereinbarungen (Flexible Connection Agreements, FCAs) sollen die verfügbare Netzkapazität optimal nutzen. Zudem wird die Anlage an die zentrale Leitwarte des Kraftwerks angebunden, um den Betrieb zu vereinfachen.
Ziel des Projekts ist es, die Netzschwankungen auszugleichen, die durch Wind- und Solarstrom entstehen. Durch die Bereitstellung von Flexibilität trägt es zur Stabilisierung der Stromversorgung in der Region bei. Nach der Inbetriebnahme Anfang 2028 wird die Anlage eine Schlüsselrolle bei der Integration erneuerbarer Energien spielen. Die Wiederverwendung des Kohlekraftwerksstandorts und der bestehenden Infrastruktur senkt Kosten und Bauzeit. Das Vorhaben markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer zuverlässigeren Netzsteuerung in Bremen.






