Braunschweig rettet sieben Kita-Gruppen nach VW-Rückzug aus Kinderbetreuung
Marie GüntherBraunschweig rettet sieben Kita-Gruppen nach VW-Rückzug aus Kinderbetreuung
Braunschweig übernimmt sieben Kita-Gruppen von Volkswagen Financial Services
Die Stadt Braunschweig übernimmt sieben Kindertagesstätten-Gruppen, die bisher von der Volkswagen Financial Services AG (VW FS) betrieben wurden. Der Schritt folgt der Schließung der betriebseigenen Einrichtung Freche Daxe nach Jahren rückläufiger Nachfrage. Ab August wird die Stadt die Betreuung der Gruppen übernehmen.
Seit 2008 hatte VW FS die Kita Freche Daxe vollständig selbst finanziert und der Stadt damit schätzungsweise 14,7 Millionen Euro erspart. Doch das Unternehmen teilte kürzlich mit, dass die Nachfrage der Mitarbeiter nach betrieblicher Kinderbetreuung stark zurückgegangen sei. Daraufhin entschied sich VW FS zur Schließung der Einrichtung.
Die sieben Gruppen werden nun von der Stadt betrieben, wobei 55 Plätze weiterhin für Kinder von VW-Mitarbeitern reserviert bleiben. Um diese Plätze zu sichern, zahlt das Unternehmen Braunschweig jährlich rund 475.000 Euro. Die verbleibenden Kosten in Höhe von etwa 1,15 Millionen Euro pro Jahr trägt die Stadt – sie betrachtet die Regelung jedoch als Partnerschaft und nicht als Subvention.
Die Übernahme könnte auch finanzielle Vorteile bringen: Durch die Integration der Gruppen könnte Braunschweig teure Neubauprojekte im Bereich Wenden-West vermeiden, wo eigentlich mit steigendem Betreuungsbedarf gerechnet wurde.
Ab August laufen die sieben Gruppen unter städtischer Regie. VW FS unterstützt seine Mitarbeiter weiterhin durch die reservierten 55 Plätze, während die Stadt mehr Flexibilität bei der Steuerung der Kinderbetreuungsressourcen gewinnt. Ziel der Vereinbarung ist es, Kosteneffizienz mit dem fortlaufenden Zugang zu Betreuungsplätzen für berufstätige Familien in Einklang zu bringen.






