Brantner wirbt um enttäuschte FDP-Wähler nach historischem Debakel
Franziska Brantner, Co-Vorsitzende der Grünen, hat sich an ehemalige Wähler der FDP gewandt. Sie betonte die Notwendigkeit starker Verteidiger der liberalen Demokratie in Deutschland. Ihr Appell kommt zu einer Zeit, in der die Präsenz ihrer Partei in den Landesparlamenten weiter schrumpft.
Brantner verwies auf die jüngsten Wahlergebnisse in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In Baden-Württemberg verlor die FDP 2026 alle 18 Mandate, nachdem sie an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert war. Ihr Stimmenanteil sank auf nur noch 4,4 Prozent – damit ist die Partei dort komplett aus dem Landtag verschwunden.
In Rheinland-Pfalz fiel die FDP ebenfalls unter die Fünf-Prozent-Marke und verlor ihre vier Sitze aus dem Jahr 2021. Insgesamt sind damit 22 FDP-Abgeordnete aus diesen beiden Landesparlamenten verschwunden.
Die Grünen-Chefin wies darauf hin, dass die Landtage nun nur noch aus vier Parteien bestehen: CDU, Grüne, SPD und AfD. Den Liberalismus bezeichnete sie als "in Bedrängnis" im deutschen Parteiensystem. Brantner erinnerte zudem daran, dass der frühere Grünen-Co-Vorsitzende Cem Özdemir bereits ähnliche Aufrufe an ehemalige FDP-Wähler gerichtet hatte.
Brantners Werben um FDP-Wähler folgt auf den Niedergang der Liberalen bei den Landtagswahlen. Angesichts schrumpfender liberaler Stimmen in den Parlamenten unterstrich sie die Bedeutung demokratischer Werte. Die Grünen positionieren sich als Alternative für Wähler, die einst die FDP unterstützt haben.






