14 April 2026, 00:10

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Lehrermangel und politischer Schuldzuweisung

Offenes Buch mit detaillierter Karte von Brandenburg auf schwarzem Hintergrund.

Brandenburgs Schulen kämpfen mit Rekord-Lehrermangel und politischer Schuldzuweisung

Brandenburgs Bildungssystem steht vor schweren Herausforderungen, nachdem sich der Lehrkräftemangel unter der neuen CDU-geführten Regierung auf Rekordniveau verschärft hat. Die Sahra-Wagenknecht-Allianz (BSW) hat sich nun gegen ihren ehemaligen Koalitionspartner, die SPD, gewandt und wirft der Partei jahrzehntelange Fehlentscheidungen vor. Die Spannungen eskalieren, da sich beide Seiten gegenseitig für Stellenabbau und steigende Arbeitsbelastungen an Schulen verantwortlich machen.

Der neue Bildungsminister Gordon Hoffmann (CDU), der das Amt nach über 30 Jahren SPD-Führung übernommen hat, erklärte kürzlich, der Lehrermangel habe ein krisenhaftes Ausmaß erreicht – auch wegen Personalkürzungen unter der vorherigen SPD-BSW-Regierung. Hoffmann zufolge hätten diese Einschnitte die aktuellen Probleme in den Schulen verschärft.

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Im Haushalt 2025 wurden 345 Vollzeitstellen für Lehrkräfte gestrichen, was die Situation zusätzlich belastet. Seit dem zweiten Halbjahr des Schuljahres müssen die meisten Lehrerinnen und Lehrer zudem eine zusätzliche Wochenstunde unterrichten. Hoffmann rechtfertigte diese Maßnahmen als notwendig, räumte jedoch ein, dass sie die Arbeitsbedingungen weiter verschlechtert hätten.

Die BSW-Landesvorsitzende Friederike Benda wies Hoffmanns Vorwürfe als "lächerlich" zurück. Die heutige Misere sei nicht auf nur zwölf Monate BSW-SPD-Regierung, sondern auf drei Jahrzehnte falscher Weichenstellungen von CDU und SPD zurückzuführen, betonte sie. Besonders machte Benda die früheren SPD-Minister Steffen Freiberg und Robert Crumbach für die Kürzungen und die Mehrarbeit verantwortlich.

Trotz der früheren Zusammenarbeit gab Benda zu, dass die BSW die Bildungspolitik der SPD in Brandenburg fälschlicherweise unterstützt habe. Ihre Kritik markiert einen scharfen Bruch mit der bisherigen Haltung der Allianz.

Der Streit lässt Brandenburgs Schulen in einer prekären Lage zurück: mit weniger Lehrkräften und höherer Arbeitsbelastung. Während sich nun sowohl CDU als auch BSW von früheren Entscheidungen distanzieren, gerät die SPD wegen langjähriger Versäumnisse unter Druck. Die Auseinandersetzung wird voraussichtlich die künftige Bildungsfinanzierung und Personalplanung im Land prägen.

Quelle