30 March 2026, 06:05

Brandenburgs Apotheken testen neues Notdienstmodell mit längeren Pausen ab März

Apothekenladen mit einem vor dem Gebäude geparkten Fahrzeug und einem Gebäude auf der linken Seite.

Brandenburgs Apotheken testen neues Notdienstmodell mit längeren Pausen ab März

Neues Notdienstmodell für Apotheken in Brandenburg startet am 1. März mit zweimonatiger Verspätung

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Ab dem 1. März tritt in Brandenburg ein neues Notdienstmodell für Apotheken in Kraft – zwei Monate später als ursprünglich geplant. Das Pilotprojekt soll die Arbeitsbelastung für ländliche Apotheker wie Peter Schmieder verringern, der in Golzow eine kleine Apotheke betreibt. Bisher muss er alle 13 Tage einen Notdienst übernehmen, doch dank des überarbeiteten Systems wird sich dieser Turnus künftig auf 20 Tage verlängern.

Die Apothekerkammer Brandenburg (LAK) hatte die Änderungen Anfang Februar bekannt gegeben und den Starttermin damit vom 1. Januar auf März verschoben. Die Testphase läuft bis zum 31. Dezember und zielt darauf ab, die Belastung für Apotheken-Teams zu reduzieren. Eine Umfrage der LAK ergab, dass Notdienste vor allem an Wochenenden nachgefragt werden – ein zentraler Grund für die Reform.

Jens Dobbert, Präsident der Kammer, bezeichnete die neue 20-Tage-Regelung als fairere Lösung zur Verteilung der Bereitschaftsdienste. Peter Schmieder, der einzige Apotheker in seinem 1.400-Einwohner-Dorf, blickt den Änderungen dagegen mit "vorsichtigem Optimismus" entgegen. Seiner Meinung nach wäre es effizienter, Notdienste direkt in Krankenhäusern anzusiedeln, statt Patienten weite Wege zuzumuten.

Thomas Müller, Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministerium, wies darauf hin, dass sich der Service weiter verbessern ließe, falls die anstehende Apothekenreform verabschiedet werde. Die Reform würde im Erfolgsfall zusätzliche Unterstützung für das bestehende Notdienstsystem bieten.

Bis Ende des Jahres wird das Pilotprojekt den neuen Rotationsplan erproben. Besonders Apotheken in ländlichen Regionen wie Schmieders in Golzow profitieren von selteneren Bereitschaftsdiensten. Die endgültige Wirkung hängt jedoch davon ab, ob die umfassendere Apothekenreform vorankommt.

Quelle