07 April 2026, 16:05

Brandenburg revolutioniert Professorenberufungen mit Rekordtempo

Schwarzes und weißes Porträt von Johann Georg Busch, einem Professor in Hamburg, der einen Mantel trägt, mit Text unten.

Brandenburg revolutioniert Professorenberufungen mit Rekordtempo

Brandenburg will Professorenberufungen beschleunigen – und damit zum Vorreiter in Deutschland werden

Die Landesregierung treibt die Reform der Hochschulen voran, um Berufungsverfahren für Professoren so schnell wie kaum anderswo in Deutschland zu machen. Das Kabinett hat nun einen Gesetzentwurf verabschiedet, der Verzögerungen abbauen und die Einstellungsprozesse für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler straffen soll. Gleichzeitig sollen im Rahmen der Reform auch die Studierendenzulassungen vereinfacht werden.

Das neue Hochschulgesetz überträgt den Universitäten die dauerhafte Verantwortung für die Berufung und Beförderung von Professoren. Bisher dauert ein solches Verfahren zwischen 12 und 24 Monate – künftig soll es auf sechs bis zwölf Monate verkürzt werden. Die Änderungen sind Teil einer Vereinbarung aus dem Jahr 2025 zwischen der Landesregierung, der Universität Potsdam und der Hasso-Plattner-Stiftung.

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Die Reform zielt zudem darauf ab, bürokratische Hürden abzubauen, um Spitzenkräfte zu gewinnen. Matthias Barth, Präsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde, bezeichnete die Pläne als "wichtigen Schritt zu mehr Autonomie der Hochschulen und einer gestärkten Wettbewerbsfähigkeit". Parallel fördert die Hasso-Plattner-Stiftung den Bau eines neuen Campus in Potsdam und den Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts (HPI).

Das HPI soll sich zum führenden europäischen Zentrum für digitale Wissenschaften entwickeln. Die Landesregierung erwartet, dass die Neuerungen exzellenzbasierte Berufungen stärken und Brandenburg als bedeutenden Standort in der Hochschullandschaft etablieren.

Der Gesetzentwurf geht nun in die nächste Runde der Beratungen. Bei einer Verabschiedung könnten die Universitäten künftig Professorenberufungen eigenständig und zügiger durchführen. Zudem werden die Studierendenzulassungen erleichtert – während die Erweiterung des HPI die digitale Forschung in der Region vorantreiben soll.

Quelle