16 March 2026, 14:03

Boris Palmer bleibt Tübingens Oberbürgermeister – und sagt Nein zur Landespolitik

Ein Plakat, das die elektrische Stadt Bergbahn, Deutschland, bewirbt, zeigt Bilder von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

Streit um Ministerpost: Palmer will Tübingen-Mayor bleiben - Boris Palmer bleibt Tübingens Oberbürgermeister – und sagt Nein zur Landespolitik

Tübingens langjähriger Oberbürgermeister Boris Palmer hat bekannt gegeben, dass er in seinem aktuellen Amt bleiben wird. Damit endet die jüngste Spekulation über einen möglichen Wechsel in die Landespolitik unter seinem Grünen-Parteikollegen Cem Özdemir.

Palmer bestätigte seine Entscheidung gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa), nachdem er Özdemir persönlich informiert hatte.

Seit 2006 führt Palmer Tübingen als Oberbürgermeister und wird bis 2026 fast zwei Jahrzehnte im Amt verbringen. In seiner Amtszeit gelang es der Stadt, die CO₂-Emissionen zu senken, während gleichzeitig Wirtschaft und Bevölkerung wuchsen. Wiederholt setzte er sich in Wahlen durch – gegen Kandidaten von SPD, CDU und sogar seiner eigenen Partei, den Grünen.

Sein Verhältnis zu den Grünen verschlechterte sich 2023, als er die Partei nach mehreren Kontroversen verließ. Kritik gab es vor allem an seinen Äußerungen während der COVID-19-Pandemie sowie Vorwürfen wegen rassistischer Bemerkungen. Dennoch blieb er ununterbrochen an der Spitze Tübingens.

In den letzten Monaten hatte es Spekulationen gegeben, Palmer könnte unter Özdemir, einem führenden Grünen-Politiker, in die Landesregierung wechseln. Stattdessen hat er sich nun für die kommunale Ebene entschieden und eine Ministerkarriere vorerst ausgeschlossen.

Die Ankündigung bedeutet, dass Palmer weiterhin die Politik Tübingens prägen wird, statt auf Landesebene zu wirken. Seine Entscheidung fiel nach direkten Gesprächen mit Özdemir und einer öffentlichen Stellungnahme gegenüber der dpa. Die politische Landschaft der Stadt bleibt damit vorerst unverändert.

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