26 April 2026, 00:14

Berliner Protestbündnis kämpft gegen rechtspopulistisches Portal Nius in Kreuzberg

Schwarze und weiße Zeichnung einer Menge, die zwischen Gebäuden eine Straße entlanggeht, mit Text oben und unten: "Die Unionistendemonstration aus der Sicht des Western Mail Office".

Berliner Protestbündnis kämpft gegen rechtspopulistisches Portal Nius in Kreuzberg

Neues Protestbündnis in Berlin-Kreuzberg formiert sich gegen das rechtspopulistische Portal Nius

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In Berlins Kreuzberger Bezirk hat sich ein neues Protestbündnis gegründet, das sich gegen das als rechtspopulistisch eingestufte Medium Nius richtet. Rund 250 Menschen nahmen an der Gründungsveranstaltung in der Nähe des Dragonerareal-Geländes teil. Kritiker werfen der Plattform vor, spalterische Rhetorik zu verbreiten und gezielt Personen mit aggressiven Methoden anzugreifen.

Im Mittelpunkt der Versammlung stand der Widerstand gegen Nius, das von Rednern als "digitaler Pranger" und "Schmutzkübel-Medium" bezeichnet wurde. Teilnehmer behaupteten, das Portal verbreite Klischees und gehe gezielt gegen marginalisierte Gruppen vor. Ein Fall betrifft Guido Arnold, Mitglied des çapulcu-Kollektivs, der nach einem diffamierenden Artikel mit seinem Foto und Observationen seiner Wohnung konfrontiert wurde.

Hinter Nius steht der Multimillionär Frank Gotthardt, der enge Verbindungen zur CDU pflegt. Das Portal steht wegen seiner redaktionellen Ausrichtung unter der Leitung von Julian Reichelt in der Kritik. Trotz seiner provokanten Inhalte bleibt sein Einfluss begrenzt: Nius schafft es nicht unter die Top 100 der deutschen Onlinemedien und verbuchte 2023 einen Verlust von 13 Millionen Euro.

Die Veranstaltung selbst entwickelte sich zum Zankapfel, nachdem Nius sie aggressiv bewarb und das Protestbündnis gleichzeitig als "linksradikal" und "steuerfinanziert" darstellte. Als Reaktion diskutierten Aktivisten über Gegenstrategien wie Solidaritätskampagnen und Mobilisierung. Geplant ist nun eine Kundgebung vor den Nius-Büros in der Ritterstraße in Kreuzberg.

Das Bündnis will sich mit organisiertem Widerstand gegen die Methoden von Nius zur Wehr setzen. Trotz finanzieller Probleme und geringer Reichweite entfaltet das Portal eine polarisierende Wirkung. Mit wachsender Opposition gegen seine redaktionelle Linie sind weitere Proteste zu erwarten.

Quelle