Berlin startet bundesweit erste Queer-Sicherheitsstrategie gegen Hass und Gewalt
Tobias LangBerlin startet bundesweit erste Queer-Sicherheitsstrategie gegen Hass und Gewalt
Berlin geht als erstes Bundesland mit umfassender Queer-Sicherheitsstrategie voran
Berlin hat als erstes deutsches Bundesland eine weitreichende Strategie für die Sicherheit queerer Menschen auf den Weg gebracht. Der unter dem Titel "Berliner Landesstrategie für queere Sicherheit und gegen Queerfeindlichkeit" vorgestellte Plan zielt darauf ab, die Stadt für LGBTQ+-Einwohner:innen und Besucher:innen sicherer zu gestalten. Anlass ist ein besorgniserregender Anstieg queerfeindlicher Straftaten – allein 2023 wurden 588 Fälle dokumentiert, darunter 127 gewalttätige Übergriffe.
Die Strategie entstand in einem breiten Beteiligungsprozess mit über 400 Mitwirkenden. Zu den zentralen Unterstützer:innen zählen Senatorin Cansel Kiziltepe und Berlins Queer-Beauftragter, Alfonso Pantisano. Ihr Ziel ist es, Berlins Ruf als weltoffene Stadt zu stärken und queere Communities aktiv zu schützen.
Konkrete Maßnahmen umfassen unter anderem die Installation von Notruf-Säulen in Parks sowie die Einführung geschlechterneutraler Toiletten in Neubauten von Schulen. In jedem Bezirk sollen zudem Beratungsstellen entstehen, die antidiskriminierende Hilfsangebote bereithalten. Darüber hinaus wird eine spezielle Einheit gegen Queerfeindlichkeit im Netz vorgehen, während Polizei- und Sicherheitskräfte in Sensibilisierungstrainings geschult werden.
Auch die Sicherheit bei Veranstaltungen soll verbessert werden – insbesondere in bisher als risikoreich geltenden Bereichen. Die Strategie setzt darauf, öffentliche Räume sicherer zu machen, damit queere Menschen sich ohne Angst in der Stadt bewegen können.
Die Initiative markiert einen wichtigen Schritt im Kampf gegen queerfeindliche Gewalt und Diskriminierung in Berlin. Mit neuer Infrastruktur, Schulungsprogrammen und rechtlichem Schutz will die Stadt Vorfälle reduzieren und die Sicherheit erhöhen. Noch ist jedoch unklar, welche konkreten Maßnahmen bereits umgesetzt wurden.






