Bechtle wächst 2025 auf 8,6 Mrd. Euro – doch Chipknappheit bremst die Prognosen
Johanna JägerKnappheit an Speicherchips behindert Bechtles Pläne für 2026 - Bechtle wächst 2025 auf 8,6 Mrd. Euro – doch Chipknappheit bremst die Prognosen
Bechtle verzeichnet stetiges Wachstum im Jahr 2025 – Umsatz steigt um über 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro
Der IT-Dienstleister Bechtle hat für das Jahr 2025 ein solides Wachstum gemeldet: Das Gesamtgeschäftsvolumen stieg um mehr als 8 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro. Das Unternehmen, das Behörden und gewerbliche Kunden mit IT-Hardware beliefert, setzte sich zudem ein neues langfristiges Ziel von 10 Milliarden Euro bis 2030. Allerdings dämpfen Herausforderungen auf dem Speicherchip-Markt die Prognosen für das kommende Jahr.
Im Jahr 2025 erhöhte Bechtle seinen Umsatz um knapp 2 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern ging jedoch um 6 Prozent auf 324,2 Millionen Euro zurück. Trotz dieses Rückgangs wuchs das Gesamtgeschäftsvolumen auf 8,6 Milliarden Euro – ein Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Der IT-Anbieter spezialisiert sich auf die Ausstattung von Behörden und Unternehmen mit PCs, Netzwerkhardware und verwandten Lösungen. Während die Nachfrage nach klassischen Geräten wie PCs und Tablets nach dem Homeoffice-Boom nachließ, erlebte der Markt für Speicherchips 2024 und 2025 einen deutlichen Aufschwung. Dieser wurde vor allem durch KI-Chips, Server und den Ausbau von Rechenzentren angetrieben, was aufgrund des knappen Angebots zu höheren Preisen führte.
Für das Jahr 2026 rechnet Bechtle mit einem Umsatz- und Vorsteuerergebniswachstum zwischen 0 und 5 Prozent. CEO Thomas Olemotz zeigt sich bei den Gewinnprognosen zurückhaltend und verweist auf anhaltende Lieferengpässe bei Speicherchips. Das Unternehmensziel von 10 Milliarden Euro bis 2030 basiert auf einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von knapp 4 Prozent.
Branchenprognosen gehen von einem weiteren Wachstum bei mehrlagigen Leiterplatten mit hoher Schichtzahl aus – von 3,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 7,0 Milliarden US-Dollar bis 2030. Bechtle sieht sich trotz der Marktvolatilität gut positioniert, um diese Chancen zu nutzen.
Die Ergebnisse für 2025 zeigen bei Bechtle ein moderates Umsatzwachstum bei gleichzeitig rückläufigem Vorsteuergewinn. Das langfristige Ziel von 10 Milliarden Euro bis 2030 unterstreicht das Vertrauen in die eigene Marktposition, auch wenn Lieferkettenprobleme und Chipknappheit die kurzfristigen Erwartungen dämpfen. Angesichts der steigenden Nachfrage nach KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur will Bechtle die anhaltende Volatilität meistern und sein Geschäft weiter ausbauen.






