Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Kultursymbole aus
Mehrere bayerische Städte haben herkömmliche Fußgängerampeln durch Versionen mit lokalen Kultursymbolen ersetzt. Die Initiative soll die regionale Identität feiern – ohne die Verkehrssicherheit aus den Augen zu verlieren. München machte Anfang 2025 den Anfang, gefolgt von Nürnberg und anderen Kommunen mit eigenen kreative Entwürfen.
Das bayerische Innenministerium äußerte jedoch Bedenken gegen die individuellen Ampelfiguren und argumentiert, dass vertraute, standardisierte Designs die Sicherheit erhöhen. Trotz dieser Kritik stoßen die thematischen Lichter bei den Einwohnern auf große Beliebtheit, da sie Tradition mit alltäglicher Infrastruktur verbinden.
München führte als erste Stadt die gestalteten Ampeln ein und installierte Anfang 2025 drei "Pumuckl"-Signale im Stadtteil Lehel. Die verspielten Figuren, inspiriert von der beliebten Kinderbuchfigur, zogen schnell die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich. Nürnberg zog im Februar 2026 nach und brachte in der Äußeren Laufer Gasse eine Fußgängerampel mit Albrecht Dürers "Feldhase" an. Anders als München holte Nürnberg keine externe Genehmigung ein und berief sich auf seine vollständige Zuständigkeit für das eigene Verkehrsleitsystem.
Weitere Städte schlossen sich dem Trend an: Deggendorf zeigt eine Frau, die Knödel wirft, Straubing den "Bruder Straubinger", eine lokale Volksfigur. In Dachau tragen die Ampelmännchen traditionelle bayerische Tracht. Augsburgs "Kasperl"-Design erforderte eine Sondergenehmigung der Regierung von Schwaben – ein Beispiel für die bürokratischen Hürden, mit denen einige Städte konfrontiert waren.
Der Vorschlag der Stadt Hof für eine "Wärschtlamo"-Ampel – eine Hommage an den berühmten Würstchenverkäufer – wurde zunächst aus Sicherheitsbedenken abgelehnt. Nach einer erneuten Prüfung erhielt die Stadt jedoch die Zustimmung und wird den Entwurf bald umsetzen. Trotz der Vorbehalte des Innenministeriums hinsichtlich der Erkennbarkeit wird die Aktion als humorvolle Feier des lokalen Erbes gefeiert.
Die thematischen Ampeln stehen nun in mehreren bayerischen Städten und spiegeln jeweils ein Stück Regionalkultur wider. Während die Landesregierung die Bedeutung klarer, standardisierter Signale betont, bleiben die individuellen Designs vorerst bestehen. Für Einwohner und Besucher bereichern diese kleinen, aber markanten Akzente der lokalen Identität den Alltag beim Spazierengehen.






