15 March 2026, 12:04

Badenova fordert Tempo bei Wärme- und Energiewende vor Landtagswahl 2026

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Badenova fordert Tempo bei Wärme- und Energiewende vor Landtagswahl 2026

Energieversorger Badenova drängt auf schnellere Fortschritte bei Energie- und Wärmewende in Baden-Württemberg

Das Unternehmen fordert klarere politische Unterstützung, verbesserte Fördermittel und schlankere Vorschriften vor den Landtagswahlen 2026. Die Forderungen kommen zu einer Zeit, in der die Region einen wachsenden Schwung bei der Ausweitung der Fernwärme und bei Projekten für erneuerbare Energien erlebt.

In den vergangenen fünf Jahren hat sich das Tempo beim Ausbau der Fernwärmenetze in Baden-Württemberg verdoppelt. Der jährliche Zubau liegt mittlerweile bei durchschnittlich rund 150 Kilometern neuer und modernisierter Leitungen – angetrieben durch das Wärmewendegesetz und Landesförderungen. Zu den zentralen Vorhaben zählen das Projekt in Stuttgart-Bad Cannstatt, wo bis 2025 20 Kilometer neue Wärmeinfrastruktur entstehen, sowie der Freiburger Stadtteil Vauban, der mittlerweile vollständig mit erneuerbarer Wärme versorgt wird. Auch in der Region Neckar-Alb wurde das Netz seit 2022 um 50 Kilometer ausgebaut und verbindet nun Tübingen und Reutlingen.

Badenova pocht darauf, geologische Erkundungen für die Nutzung von Erdwärme – insbesondere im Oberrheingraben – zu beschleunigen. Zudem fordert das Unternehmen schnellere Genehmigungsverfahren durch standardisierte Regeln und eine stärkere Digitalisierung in den Behörden. Beim Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur verlangt Badenova klare Finanzierungsmodelle und politische Vorgaben für den Aufbau regionaler Verteilnetze.

Um diese Veränderungen zu finanzieren, schlägt das Unternehmen staatlich besicherte nachrangige Darlehen vor, um die finanzielle Basis kommunaler Versorger zu stärken. Gleichzeitig betont Badenova die Notwendigkeit einer besseren Abstimmung zwischen Projekten für erneuerbare Energien und dem Netzausbau. Die Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Unternehmen und Politik bleibe entscheidend, um sicherzustellen, dass Baden-Württemberg seine Klimaziele erreicht, heißt es seitens des Unternehmens.

Der Appell folgt auf das rasante Wachstum bei Fernwärme- und Erneuerbare-Energien-Projekten im Land. Mit seinen Vorschlägen will Badenova die Finanzierung sichern, Bürokratie abbauen und die Infrastrukturplanung verbessern. Ohne diese Schritte drohten Verzögerungen beim Weg in die Klimaneutralität, warnt das Unternehmen.

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