17 March 2026, 20:03

Baden-Württemberg nach der Wahl: Patt zwischen Grünen und CDU zwingt zu schwierigen Koalitionsgesprächen

Alte detaillierte Karte von Baden-Württemberg, Deutschland, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke, das Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Grüne bestätigen Fraktionsvorsitz im Landtag - Baden-Württemberg nach der Wahl: Patt zwischen Grünen und CDU zwingt zu schwierigen Koalitionsgesprächen

Baden-Württemberg steht nach der Landtagswahl am 8. März vor einer ungewöhnlichen politischen Pattsituation. Die Grünen und die CDU errangen jeweils 56 Sitze, sodass ohne Zusammenarbeit keine klare Mehrheit zustande kommt. Eine erneute Koalition der beiden Parteien gilt nun als einziger gangbarer Weg.

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Bei der Wahl lagen die Grünen mit 30,2 Prozent der Stimmen knapp vor der CDU, die 29,7 Prozent erreichte. Beide Parteien verfügen damit über eine gleich starke Vertretung im Landtag – ein seltenes Patt. Gleichzeitig legte die rechtspopulistische AfD mit 18,8 Prozent der Stimmen auf 35 Sitze zu, während die SPD auf nur noch 5,5 Prozent und 10 Sitze abrutschte.

Die CDU hat jede Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch ausgeschlossen, sodass die Grünen als einziger möglicher Partner bleiben. Doch die Verhandlungen werden nicht einfach. Die Christdemokraten fordern von den Grünen erhebliche inhaltliche Zugeständnisse, insbesondere in den Bereichen Klimaschutz, Infrastruktur und Regierungsstil. Auch ein Modell der rotierenden Ministerpräsidentenschaft, wie es in anderen Koalitionen praktiziert wird, lehnen sie ab.

Cem Özdemir, Spitzenkandidat der Grünen, gilt zwar als designierter Ministerpräsident, ist aber vorerst in den Parteivorstand gewechselt. Die Führung der Landtagsfraktion bleibt unverändert: Andreas Schwarz wurde als Fraktionsvorsitzender wiedergewählt. Die Grünen deuten diese Kontinuität als Zeichen der Stabilität in der Übergangsphase.

Erkundungsgespräche zwischen den beiden Parteien könnten bald beginnen, doch die CDU signalisiert keine Eile. Die formelle Neuwahl der Landesregierung ist für Mai vorgesehen, sobald die Koalitionsverhandlungen abgeschlossen sind.

Nun müssen Grünen und CDU gemeinsame Lösungen finden, um eine stabile Regierung zu bilden. Da beide über je 56 Sitze verfügen, wird jeder Kompromiss harte Abstriche in zentralen Politikbereichen erfordern. Das Ergebnis wird die politische Ausrichtung Baden-Württembergs für die kommende Legislaturperiode prägen.

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