Aprilscherze in Rheinland-Pfalz: Von Rotwein-Whirlpools bis zu Baustellen-Denkmälern
Tobias LangAprilscherze in Rheinland-Pfalz: Von Rotwein-Whirlpools bis zu Baustellen-Denkmälern
Aprilscherze brachten dieses Jahr verspielte Ankündigungen in ganz Rheinland-Pfalz
Von Wellness-Innovationen im Rheingau bis zu humorvollen politischen Sticheleien in Mainz – die Region feierte den Brauch mit kreativen Einfällen. Manche Scherze deuteten sogar auf künftige Träume hin, auch wenn keiner davon ernst gemeint war.
In Oestrich-Winkel präsentierte Schloss Vollrads Pläne für eine Thermalquelle, gespeist von neu entdeckten Mineralquellen auf dem Weingutsgelände. Die historische Kellerei schlug vor, Hydrotherapie mit Vinotherapie zu verbinden und klimatisierte Räume einzurichten, die die Reifebedingungen von Riesling nachahmen sollten. Das Ziel? Den Rheingau zu einem Wellness-Hotspot zu machen, der Weinkultur mit Entspannung verbindet.
Unterdessen veröffentlichte Ludwig Holle (CDU), der neu ernannte Baudezernent von Mainz, ein Video, in dem er alle Baustellen der Stadt zu historischen Denkmälern erklärte. Er behauptete, neue Projekte eingefroren zu haben, um die berüchtigt langwierigen Bauvorhaben der Stadt zu "bewahren". Die scherzhafte Ankündigung spielte auf die lokale Frustration über verzögerte Bauprojekte an.
Auch die Politik kam nicht ohne Augenzwinkern davon. Der FDP-Politiker Thomas A. Klann scherzte, nach den Landtagswahl-Ergebnissen zur CDU überzulaufen, während ein beliebter Mainzer Metzger namens Peter bekannt gab, neuer Küchenchef beim Fußballclub Mainz 05 zu sein. Im Kreis Ahrweiler präsentierte die Freiwillige Feuerwehr stolz ihr neuestes "Einsatzfahrzeug": ein Feuerlöschpferd. In der Nähe berichtete das Blick aktuell über einen Winzer, der einen "Rotwein-Whirlpool" als Gesundheitsinnovation anpries – eine weitere Aprilscherz-Erfindung.
Offizielle Reaktionen oder Konsequenzen seitens der Mainzer Behörden blieben aus.
Die Scherze reichten von ausgeklügelten Wellness-Konzepten bis zu politischer Satire – alles in bester Laune vorgetragen. Die fiktive Spa-Idee von Schloss Vollrads spiegelte zwar reale Bestrebungen wider, den Tourismus im Rheingau auszubauen. Doch fürs Erste sind die Witze verhallt – die Kreativität dahinter bleibt jedoch ein heiterer Höhepunkt des Tages.






