02 April 2026, 08:04

Apothekenschwund in Deutschland: Weniger Filialen, aber stabile Versorgung

Alte detaillierte Karte des Leutmeritzer Kreises, Deutschland, mit Städten, Dörfern, Straßen, Sehenswürdigkeiten und zusätzlichem Text.

Apothekenschwund in Deutschland: Weniger Filialen, aber stabile Versorgung

Apothekennetz in Deutschland schrumpft – doch Versorgung bleibt stabil

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In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Apotheken in Deutschland verringert, doch die Krankenkassen betonen, dass die Versorgung mit Medikamenten weitgehend unbeeinträchtigt bleibt. Zwischen 2020 und 2025 sank die Anzahl der Apotheken um etwa 12 %, dennoch wohnt der Großteil der Bevölkerung weiterhin in unmittelbarer Nähe zu einer Filiale. Branchenverbände fordern nun Reformen, um das System langfristig zu stabilisieren.

Von 2020 bis 2025 reduzierte sich die Gesamtzahl der Apotheken in Deutschland von 19.081 auf 16.771. Die meisten Schließungen – 3.021 im Vergleich zu nur 711 Neueröffnungen – betrafen die Ober- und Mittelzentren der Städte, wo der Konkurrenzdruck am größten war. Ländliche Regionen verzeichneten hingegen keinen überproportionalen Rückgang, und keine bestimmte Gegend war stärker betroffen als andere.

Daten der Barmer, einer der größten gesetzlichen Krankenkassen Deutschlands, sowie eine Studie des Iges-Instituts im Auftrag des GKV-Spitzenverbandes (Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung) zeigen, dass die Erreichbarkeit weitgehend konstant blieb. 2025 konnten 99,9 % der Bevölkerung eine Apotheke mit dem Auto in 15 Minuten oder weniger erreichen – ein Rückgang um lediglich 0,6 Prozentpunkte seit 2020. Nur 73.000 Menschen (0,1 % der Bevölkerung) mussten längere Fahrzeiten in Kauf nehmen, 10.000 mehr als fünf Jahre zuvor.

Zu Fuß hat sich die Erreichbarkeit leicht verschlechtert: 2025 lebten noch 5,3 % der Deutschen in maximal fünf Gehminuten Entfernung zu einer Apotheke – 0,7 Prozentpunkte weniger als 2020. Dennoch haben fast zwei Drittel der Arztpraxen eine Apotheke in weniger als zehn Gehminuten Entfernung, und über 90 % sind mit dem Auto in fünf Minuten oder weniger erreichbar.

Der GKV-Spitzenverband drängt nun auf Änderungen bei der Finanzierung der Apotheken. Vorgeschlagen wird, die Fixkosten für umsatzstarke Apotheken zu senken, während Filialen mit geringeren Umsätzen stärker unterstützt werden sollen. Ziel ist es, die flächendeckende Versorgung zu sichern und weitere Schließungen aufgrund von Marktdruck zu verhindern.

Obwohl die Zahl der Apotheken gesunken ist, blieb die Auswirkung auf die öffentliche Versorgung bisher begrenzt. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen wohnt weiterhin in der Nähe einer Apotheke – ob zu Fuß oder mit dem Auto. Die Krankenkassen fordern nun finanzielle Reformen, um die Zuverlässigkeit des Systems auch in den kommenden Jahren zu gewährleisten.

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