17 March 2026, 04:04

Apotheken protestieren bundesweit für faire Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen

Altes Schwarz-Weiß-Zeitungsfoto vom 'Berliner Wespen, 6. August 1875' mit einer Gruppe von Menschen in Not, einige schauen ängstlich nach oben und andere verwirrt nach unten.

Apotheken protestieren bundesweit für faire Gebühren und bessere Arbeitsbedingungen

Apotheken in ganz Deutschland bereiten sich auf einen Protesttag am 23. März vor. In Berlin, Düsseldorf, Hannover und München werden Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Inhaber mit Kundgebungen für bessere Arbeitsbedingungen und längst überfällige Gebührenerhöhungen kämpfen. Die von Apothekenbesitzern und Berufsverbänden organisierte Aktion richtet sich dabei nicht gegen Patienten, sondern an die Politik.

Bei der Protestaktion handelt es sich nicht um einen Streik, sondern um einen abgestimmten Druckversuch auf die Bundesregierung. Die Apothekenteams fordern die Politiker auf, den Entwurf der Apothekenreform zu überarbeiten und die seit 2013 unveränderte Festvergütung von 9,50 Euro pro Rezept anzuheben. Steigende Kosten und veraltete Vorschriften gefährdeten zunehmend die wirtschaftliche Existenz lokaler Apotheken, so ihre Argumentation.

Ob eine Apotheke am Aktionstag schließt, entscheiden die Inhaber und Leitungen vor Ort. Falls eine Filiale geschlossen bleibt, müssen die Beschäftigten dennoch ihr reguläres Gehalt erhalten und können nicht gezwungen werden, die ausgefallenen Stunden nachzuarbeiten. Zudem dürfen Mitarbeiter nicht zur Teilnahme an Kundgebungen oder Demonstrationen verpflichtet werden, wenn die Apotheke geschlossen hat.

Für Patienten bleibt die Versorgung während des Protests über die Notdienstapotheken sichergestellt. Falls die Räumlichkeiten vorübergehend geschlossen sind, können Arbeitgeber den Beschäftigten alternative Aufgaben wie Bestandsprüfungen oder Bürotätigkeiten zuweisen.

Der Protest unterstreicht die anhaltenden Spannungen zwischen Apothekenteams und Politik. Die Inhaber fordern unverzügliche Änderungen bei der Finanzierung und den Regularien, um die Zukunft der lokalen Arzneimittelversorgung zu sichern. Das Ergebnis der Aktion könnte maßgeblich beeinflussen, wie Apothekendienstleistungen bundesweit künftig organisiert werden.

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