16 March 2026, 02:03

AfD überholt CDU: Rastatts politische Wende nach der Landtagswahl 2024

Ein detaillierter alter Stadtplan von Baden-Württemberg, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit einem Gebäude in der rechten unteren Ecke und Text, der die Stadtinformationen bereitstellt.

AfD überholt CDU: Rastatts politische Wende nach der Landtagswahl 2024

Das politische Klima in Rastatt hat sich nach der jüngsten Landtagswahl dramatisch verändert. Die Alternative für Deutschland (AfD) erreichte im Verhältniswahlrecht mit 29,7 % den höchsten Stimmenanteil, während die CDU bei den Direktmandaten knapp vorne lag. Die Wahlbeteiligung stieg im Vergleich zu 2021 deutlich an.

Dr. Alexander Becker (CDU) gewann den Wahlkreis Rastatt mit 30,8 % der Erststimmen. Bei der Zweitstimmenverteilung landete die CDU jedoch mit 27,2 % auf dem zweiten Platz – hinter der AfD, die 29,7 % erzielte. Philipp Helber (AfD) folgte im Direktmandat mit 30,1 % dicht dahinter.

Die Grünen, die in den vergangenen Jahren kontinuierlich zulegten, belegten bei der Zweitstimmenverteilung mit 17,4 % den dritten Platz, vertreten durch Thomas Hentschel. Jonas Weber (SPD) erhielt 12,5 %, während Lisa Schrempp von der Linken auf 4,2 % kam. Petra Zink (FDP) erreichte 3,2 %, Niko Metzler (Volt) 1,9 %.

In den letzten zehn Jahren hat sich die politische Landschaft Rastatts von der einstigen CDU-Dominanz entfernt, die bei Landtagswahlen früher 40 bis 45 % erreichte. Die Grünen stiegen von 15 % im Jahr 2016 auf 28 % im Jahr 2021, während die AfD ihre Unterstützung von 10 % auf 15 bis 18 % ausbauen konnte. Die Wählerinnen und Wähler setzen heute vor allem auf Klimaschutz, Hochwasservorsorge und Wohnungsbaupolitik, daneben bleiben Themen wie Verkehr (A81), Bildung und Integration relevant.

Die Wahlbeteiligung kletterte auf 56,8 % – ein Anstieg gegenüber 49,02 % im Jahr 2021 – und spiegelt das gestiegene Interesse an dieser Wahl wider.

Die Ergebnisse bestätigen den Aufstieg der AfD zur stärksten Kraft bei der Verhältniswahl in Rastatt, während die CDU in den Direktmandaten eine knappe Führung behält. Das stetige Wachstum der Grünen und die höhere Wahlbeteiligung deuten auf sich wandelnde Prioritäten der Bevölkerung hin. Diese Verschiebungen werden die lokalen und regionalen politischen Debatten in den kommenden Jahren prägen.

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