09 May 2026, 14:08

AfD-Politiker Tillschneider attackiert deutsche Erinnerungskultur als "absurde Schuldkultur"

Alte Postkarte mit einem violetten Stempel, auf dem "Wiesbaden, Deutschland - 1. Weltkrieg" steht und handgeschriebener Text.

AfD-Politiker Tillschneider attackiert deutsche Erinnerungskultur als "absurde Schuldkultur"

Dr. Hans-Thomas Tillschneider, stellvertretender Landesvorsitzender der AfD Sachsen-Anhalt, hielt eine Rede zum 81. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus. Zwar würdigte er das historische Datum, kritisierte jedoch scharf die Art und Weise, wie das Land seit Kriegsende mit seiner Vergangenheit umgeht.

Tillschneider bezeichnete das deutsche Geschichtsverständnis der Nachkriegszeit als eine „absurde Schuldkultur“ und eine „imaginäre Kollektivschuld“. Er argumentierte, die Deutschen hätten sich im Nachhinein den Siegermächten angeschlossen, um sich der eigenen Verantwortung nicht stellen zu müssen.

Die berühmte Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker aus dem Jahr 1985 bezeichnete er als „geistige Kapitulation“. Stattdessen zitierte er Franz Josef Strauß und forderte ein Ende dessen, was er als „ewige Vergangenheitsbewältigung als dauernde Buße“ bezeichnete.

Der AfD-Politiker deutete die militärische Niederlage Deutschlands zudem als „Amputation riesiger deutscher Kulturlandschaften“. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand die Forderung nach einer „normalen deutschen Identität“, die sich von dem befreien solle, was er als übertriebene Selbstanklage empfindet.

Tillschneider behauptete, die Vision der AfD biete einen Weg in eine „stolze Zukunft“. Kritiker hingegen warnen, dass dieser Ansatz Deutschland in eine geistige Isolation führen könnte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Rede unterstrich die Haltung der AfD zur historischen Erinnerungskultur, die sie als übermäßige Betonung von Schuld ablehnt. Tillschneiders Äußerungen spiegeln eine grundsätzliche Debatte wider, wie Deutschland an seine Vergangenheit erinnern und seine nationale Identität gestalten soll.

Quelle