30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt für bessere Radwege
Tobias Lang30.000 Radfahrer blockieren Berlins Straßen bei der ADFC-Sternfahrt für bessere Radwege
Rund 30.000 Radfahrerinnen und Radfahrer haben am Sonntag die Straßen Berlins für die jährliche Sternfahrt in Beschlag genommen. Die vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Veranstaltung führte zu temporären Straßensperrungen, während die Teilnehmenden sich auf dem Weg ins Stadtzentrum sammelten. Autofahrer mussten Umleitungen in Kauf nehmen, während die Radler bessere Bedingungen für den Radverkehr forderten.
Die Sternfahrt ist seit langem eine Demonstration für sichere und breitere Fahrradspuren. Jährlich meldet der ADFC die Aktion als Protest an, wodurch Radfahrende Straßen – und sogar Abschnitte von Autobahnen – nutzen dürfen, die normalerweise dem Autoverkehr vorbehalten sind. Diesmal folgten die Teilnehmenden etwa 20 verschiedenen Routen, die alle zum Großen Stern und zur Siegessäule führten. Unterwegs stießen weitere Radler dazu und vergrößerten den Tross.
Bei der Kundgebung betonte Marlene Alber, Politikberaterin beim ADFC Berlin, wie dringend die Stadt die Bedürfnisse des Radverkehrs priorisieren müsse. Sie warnte vor Kürzungen im Haushalt und forderte stattdessen mehr Investitionen in die Infrastruktur. Seit Jahrzehnten dient die Sternfahrt als Plattform, um Veränderungen in der Verkehrsplanung voranzutreiben.
Die vorübergehenden Straßensperrungen führten zu Verkehrsbehinderungen und zwangen Autofahrer auf Ausweichrouten. Der Protest des ADFC unterstrich die anhaltenden Forderungen nach einem besseren Radwegenetz in Berlin. Die Organisatoren betonten, dass sichere und gut finanzierte Fahrradinfrastrukturen ein zentrales Ziel für die Zukunft der Stadt bleiben.






